Sanierung Brocken-Radom

Während des Kalten Krieges zwischen NATO und Warschauer Pakt wurden speziell an der Nahtstelle zwischen den Militärblöcken unterschiedlichste Einrichtungen zur Überwachung des gegnerischen militärischen und geheimdienstlichen Funkverkehrs installiert.



Eines dieser Objekte auf dem Gebiet der ehemaligen DDR war die Überwachungsanlage „Urian“ auf dem Gipfel des Brockens im Harz.

Nach der Auflösung des Warschauer Pakts und der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten verlor Urian als Überwachungsstation an der innerdeutschen Grenze seine Funktion. Als bedeutendes Baudenkmal der zeitnahen deutschen Geschichte jedoch sollte speziell die GFK-Kuppel, unter der die Aufklärungsantennen montiert waren, erhalten bleiben.

Das Staatshochbauamt Halberstadt beauftragte daher die Restaurierung der Kuppel, deren Einzelschalen erst in den achtziger Jahren auf dem Filmgelände der DDR in Babelsberg hergestellt worden waren. Die enorme Beanspruchung speziell durch massiven Hagelschlag in topographisch exponierter Lage auf dem Brockenplateau hatte ihre Spuren auf der GFK-Oberfläche hinterlassen.

Hahlbrock – Faserverstärkte Kunststoffe führte die Restaurierung bei teilweise sehr widrigem Wetter durch. Im Herbst 2004 wurden die Arbeiten an der Kuppel, die auch als Brockenmoschee bezeichnet wird, abgeschlossen. Der nüchterne Charakter einer ehemals militärischen Anlage blieb dabei erhalten. Als markantes Element des zum Museum umgebauten Brockenhauses zeugt die Kuppel jetzt von der spannungsvollen innerdeutschen Geschichte.


Daten und Fakten
Auftraggeber Staatshochbauamt Halberstadt
Ausführungszeitraum 2004